(Das Schöne Huhn)
1765-1780
Genannt nach dem Spitznamen einer Dame aus dem Königshof Ludwig des XVI.
Die La Belle Poule gehörte zu einer Serie von 4 Fregatten und wurde in Bordeaux in der Zeit von 1764 bis 1767 nach den Plänen des Ingenieurs „Guignace“ gebaut. Dieses Projekt brachte dem Schiffsvater die Beförderung auf die Stelle eines Konstrukteurs und kurz danach sogar einen Adelstitel.
Die Namen der drei Schwesternschiffe lauten: Dedaigneuse, Tourterelle und Amphitrite.
Die französische königliche Armee rüstete die La Belle Poule mit 12-Pfund- und 6-Pfund-Kanonen aus. Im Jahre 1771 bekam die Fregatte eine Unterwasserschiff-Beplankung aus Messingblech.
Am 18. Juni 1778 liefert Monsieur Chadeau de La Clocheterie, Kommandant der La Belle Poule, einen entscheidenden Kampf mit 2 anderen gleichartigen Fregatten gegen die englische Flotte. Der Kommandant beschrieb in einem ausführlichen Protokoll an seinen General in Paris, wie der Angriff verlief und wie er den Feinden ausweichen konnte. Diese Nachricht brachte viel Enthusiasmus und Stolz in Paris aber verstärkte gleichzeitig die Feindseligkeit zwischen Ludwig des XVI. und den Engländern, die bis 1783 zum Krieg führte.
Nach diesem Kampf wurde die Fregatte repariert und weitergerüstet.
Die La Belle Poule brachte auch eine neue Mode auf den Königshof. Die Damen trugen auf einem gewagten Stapel von Haaren und Perücken eine Reproduktion von der La Belle Poule, um den Sieg der Fregatte zu ehren.
“La belle poule” (das schöne Huhn) heißt das siegreiche französische Kriegsschiff, dessen Modell der Hoffriseur Leonard Autier der Königin Marie Antoinette im Hochrokeko 1777 einfrisiert haben soll. Das aus Seide gefertigte Schiff ist 60 cm lang und 50 cm hoch. Drahtgestelle stützen das kleine Kunstwerk